Reif für die Insel: Facts statt Fake

Neue generationlab-Studie untersucht Auszeitkulturen und Trends im Milieu- und Generationenvergleich

  • Textkommentar ab 6.11.2018 verfügbar – more
  • Ausgewählte Studienergebnisse lesen Sie hier in „News aus dem generationlab: Facts statt Fake”

 


 

News aus dem generationlab, 10.10.2018: Jung und Alt möchten „connected“ bleiben – auch in der Auszeit

Alltagsstress und digitale Informationsüberlastung, herausfordernde Lebenssituationen, zwischenmenschliche Probleme mit schwierigen Zeitgenossen, aber auch ganz allgemein das enorme Tempo der modernen Zeit – wir waren wohl schon alle einmal an dem Punkt, dass wir uns sagten: Ich fühle mich reif für die Insel. Doch was würde passieren, wenn wir auf der Insel wären?

Diese Frage haben wir im Rahmen von generationlab focus group insights Twentysomethings und Menschen aus der Generation 60+ gestellt. Wir wollten wissen, wie sie über eine Insel-Auszeit denken. In einem Punkt waren sich Jung und Alt einig: Ohne Smartphone sind zwei Monate auf einer einsamen Insel nur sehr schwer vorstellbar. „Nomophobie“, so das Kürzel für „No-Mobile-Phobia“, ist ein Phänomen, das heute auch vor der Generation der Sixty- und Seventysomethings nicht Halt macht.

 

News aus dem generationlab, 17.10.2018: Inselstrategien im Milieu- und Generationenvergleich

Stellen Sie sich vor, wir würden Sie für zwei Monate auf eine einsame Insel schicken und Sie dürften sich (nur) ein Ding aussuchen, das Sie mitnehmen: Was wäre das? Und warum würden Sie sich für genau dieses Ding entscheiden? Diese Frage haben wir im Rahmen von generationlab focus group insights jungen Erwachsenen und fortgeschrittenen Erwachsenen der Generation 60+ gestellt. Uns hat interessiert, ob und, wenn ja, wie sich das Insel-Equipment der Jungen von dem älterer Menschen unterscheidet. Und wir wollten auch wissen, ob die Inselstrategien bei Jung und Alt milieuspezifisch variieren.

Der Milieu- und Generationenvergleich zeigt vier verschiedene Inseltypen:

  • Junge „Survivalists“ aus mittleren Bildungsmilieus sind von populären TV-Formaten wie „Dschungelcamp“ inspiriert und verstehen die zwei Monate auf der einsamen Insel als Action geladenes Outdoor-Abenteuer.
  • Bildungsnahe junge „Retro-Performer“ sehen die Reizarmut der Insel-Auszeit als psychische „Challenge“, experimentieren mit Kulturtechniken der prä-digitalen Ära, mit Stift und Papier, und finden so Ablenkung von der unangenehm empfundenen Reizarmut.
  • „Retter des leiblichen Wohls“, die die ältere Generation der mittleren Bildungsschichten repräsentieren, möchten in den zwei Monaten auf der Insel ein möglichst normales, halbwegs komfortables Leben führen und liebgewonnene Alltagsgewohnheiten, soweit möglich, beibehalten.
  • Bildungsnahe „Muße-Menschen“ der Generation 60+ wissen die Insel-Auszeit hingegen für kontemplative Aktivitäten zu nutzen.

 

News aus dem generationlab, 6.11.2018: Auszeit vom Alltagsstress: Twentysomethings rüsten mit #vanlife gegen die Quarterlife-Krise

Wer bin ich, was tue ich, wo will ich in meinem Leben eigentlich hin? Fragen, die, wie die Jugendforschung zeigt, junge Fußfasser der Generation 20+ heute oft gehörig plagen: ganz besonders „Twentysomethings“ aus den Bildungsschichten. Neben der klassischen Pubertätskrise und der viel zitierten „Midlife Crisis“ hat sich mit der „Quarterlife-Krise“ eine Sinnkrise der Mittzwanziger in unserer Gesellschaft formiert.

Wie gehen junge Menschen mit dieser Krise um? Das Krisenmanagement junger Erwachsener setzt vor allem auf Ablenkungsmanöver, da diese zumindest gefühlsmäßig eine Auszeit von der Krise versprechen. Auszeit auf einer einsamen Insel ist für sie dabei nicht das erste Mittel der Wahl. Die Option zwei Monate fernab alles Gewohnten auf einer einsamen Insel zu sein, wirkt auf sie eher verstörend. Um vieles attraktiver ist hingegen ein Abtauchen in bunte Lifestylewelten wie beispielsweise Vanlife.

 

Für Rückfragen zur generationlab-Studie „Reif für die Insel: Auszeitkulturen im Milieu- und Generationenvergleich“ steht Ihnen generationlab-Leiterin Dr. Beate Großegger gerne zur Verfügung.