Jugend im sozialen Off

Beitrag in renommierter Fachpublikation erschienen

Auf Einladung von Dr. Konstanze Wetzel, Prof. für Soziale Arbeit an der FH Kärnten, hat die wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Jugendkulturforschung und Autorin des Buchs „Kinder der Krise“ Dr. Beate Großegger für den Band „Öffentliche Erziehung im Strukturwandel” einen Beitrag zum Thema „Jugend und soziale Exklusion“ verfasst.

 


 

Soziale Exklusion als Thema der Jugendforschung:

In der Sozialforschung wurden Kinder und Jugendliche bislang meist als Ursache und Verstärker von sozialer Ungleichheit thematisiert. Wie junge Menschen mit sozial prekären Lebenssituationen umgehen und ob bzw. wie sie diese reflektieren, hat kaum interessiert. In ihrem Beitrag für die Fachpublikation „Öffentliche Erziehung im Strukturwandel – Umbrüche, Krisenzonen und Reformoptionen“ diskutiert Beate Großegger Perspektiven der Exklusionsforschung auf soziale Ungleichheit im Jugendalter und zeigt in sechs thematischen Abschnitten, was ein Leben am Rande der Gesellschaft für Jugendliche bedeutet:

  • Soziale Exklusion aus theoretischer Perspektive
  • Jugend am Rande der Gesellschaft: Worüber sprechen wir überhaupt?
  • Konsumorientierung als Ringen um Inklusion
  • Lebenssinn und Lebensbewältigung in prekären Situationen
  • Einschrumpfung der Lebensäußerungen
  • Was passiert, wenn nichts passiert?

 

Öffentliche Erziehung im Strukturwandel:

Mit renommierten AutorInnen bietet der in der Reihe „Forschung, Innovation und Soziale Arbeit“ erschienene Herausgeberband „Öffentliche Erziehung im Strukturwandel – Umbrüche, Krisenzonen und Reformoptionen“ darüber hinaus zahlreiche weitere interessante Einblicke in Schlüsselfragen der Sozial- und Bildungsarbeit:

  • Teil 1 – Lebensweltlicher und pädagogisch-institutioneller Strukturwandel mit Beiträgen von Ulrich Deinet (FH Düsseldorf): Veränderte Lebens- und Bildungswelten von Kindern und Jugendlichen, Anke Spies (Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg): Die Transition vom Kindergarten zur Grundschule, Ferdinand Eder (Universität Salzburg): Zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Lernkultur verschränkter Ganztagsschulen im Spannungsfeld zwischen sozialpolitischen, gesellschaftlichen und pädagogischen Erwartungen sowie Beate Großegger (Institut für Jugendkulturforschung Wien): Abgehängt und ausgeklinkt: Jugend im sozialen “Off”. Perspektiven der Exklusionsforschung auf soziale Ungleichheit im Jugendalter
  • Teil 2 – Sozialpädagogisches Handeln und innere Schulreformen mit Beiträgen von Konstanze Wetzel (FH Kärnten): Die Erweiterung des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags: Ganztagsbildung und Schulsozialarbeit, Stephan Sting (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt): Gesundheitsförderung als Bildungsaufgabe: Perspektiven für die Ganztagsschule, Melitta Trunk (Wirtschaftsakademie Villach): Innovatives Schulmanagement, Katharina Zimmerberger (Kärntner Volkshochschulen): Die Kärntner Volkshochschulen: Grundbildung und das Nachholen des Pflichtschulabschlusses als Einstieg in das Lebensbegleitende Lernen
  • Teil 3 – Krisenhafte Beziehungen im Übergangsfeld von Schule und Ausbildung mit Beiträgen von Peter Härtel und Michaela Marterer (Österreichische und Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft): Bildung und Beschäftigung. Der Beitrag von internationalen Wirtschaftsorganisationen zur Debatte, Andrea Fraundorfer (Bundesministerium für Bildung und Frauen): Zum Phänomen Schulversagen: pädagogische, soziale und systemische Perspektiven sowie strategische Ansätze und Maßnahmen in Österreich, Helmut Arnold (FH Kärnten): Die Rolle der Sozialen Arbeit im Übergangssystem Schule – Arbeitswelt sowie Andreas Jesse (autArK Soziale Dienstleistungs-GmbH): Jugendcoaching als Reformansatz am Übergang Schule – Beruf

Der Herausgeberband „Öffentliche Erziehung im Strukturwandel – Umbrüche, Krisenzonen und Reformoptionen“ ist über den Buchhandel erhältlich (ISBN Print 978-3-658-09806-3, ISBN Online 978-3-658-09807-0).