generationlab: die Transformers

Institut für Jugendkulturforschung startet generationlab mit Eigenstudie zu Innovationspotentialen der Jugendgeneration:

  • Die Transformers: Wie Jugendliche Kultur und Gesellschaft verändern
  • Erscheinungstermin des Kommentarbandes: Oktober 2016 − weitere Infos bei unserer wissenschaftlichen Leiterin und Leiterin des generationlab Dr. Beate Großegger

 


 

Institut für Jugendkulturforschung startet generationlab

Junge Menschen werden häufig als Triebkräfte der kulturellen und gesellschaftlichen Erneuerung beschrieben. Im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt stehen sie auf der Seite des Fortschritts und sind Garanten für Innovation, so heißt es. Doch wird die Jugend diesem Bild auch gerecht? Wie viel Erneuerungspotential schlummert in Österreichs Jugend? Will sie überhaupt Erneuerer sein und neue Wege finden? Mit welchen Lebensphilosophien rüstet sie sich für die persönliche Zukunft? Welche Lebenskonzepte verfolgt sie und wie unterscheiden sich diese von der Elterngeneration?

Diese und weitere Fragen beschäftigen das generationlab des Instituts für Jugendkultur­forschung im Rahmen eines aktuellen Forschungsschwerpunktes. Ausgehend von der These, dass Jugendliche und junge Erwachsene nicht nur Seismografen für neue Trends, sondern auch WeichenstellerInnen für zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen sind, machen wir uns auf die Spurensuche nach Beharrungskräften und dynamischen Potentialen in der heutigen Jugendgeneration, und zwar mit dem Ziel, ihre Rolle im Prozess des kulturellen und sozialen Wandels besser zu verstehen.

Wir interessieren uns dabei ganz bewusst für „schwache Signale“ und richten unseren Blick auf die alltägliche Lebensführung, modische Innovationen, aber auch neue Leitwerte, die in den von jungen Menschen frequentierten kleinen sozialen Welten kursieren. Die Populärkultur kommt in den Analysen des generationlab ebenfalls nicht zu kurz.

 

Die aktuelle Studie: „Die Transformers: Wie Jugendliche Kultur und Gesellschaft verändern”

In der aktuellen Transformers-Studie interessieren uns drei Themenkomplexe:

  • Ist die heutige Jugend wirklich so viel anders als ihre Elterngeneration? Grenzt sie sich ab, sucht sie neue Wege? Oder geht sie weiter auf dem von den Eltern beschrittenen Pfad?
  • Wie kommt das Neue in die Welt? In welchen Bereichen und mit welchen Motivationen setzen Jugendliche und junge Erwachsene Impulse, die unsere Gesellschaft und Kultur verändern? Geschieht dies bewusst und in Abgrenzung von dem, was die Elterngeneration etablierte, oder passiert das einfach so, ohne dass Abgrenzung gegenüber den Eltern in den Lebensentwürfen der nachrückenden Generation Thema wäre?
  • Wie unterscheidet sich das Leben der heute Jungen von dem ihrer Eltern? Wo treten kulturelle Bruchlinien zwischen der heutige Jugendgeneration und der Elterngeneration besonders deutlich hervor? Wo finden junge Menschen aufgrund gewandelter gesellschaftlicher Rahmen­bedin­gungen andere Voraussetzungen für ihre persönliche Lebens­planung? Und was bedeutet das für die Politik?

 

Studiendesign und Datenbasis:

Das Studiendesign ist multi-methodisch, Auswertung und Berichtslegung erfolgten auf Basis einer Datentriangulation aus quantitativen und qualitativen Primärdaten sowie datenbank­gestützter Trendbeobachtung.

  • Quantitative Primärdaten: Sonderauswertung der Repräsentativ-Umfrage „Genera­tionen­monitor I“ – befragt wurden 1.000 junge ÖsterreicherInnen im Alter von 16 bis 29 Jahren
  • Qualitative Primärdaten: Wordrap mit 64 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Thema „Lebensweise der Eltern vs. eigene Lebensweise“ (durchgeführt als telefonische Befragung), ein u19-Friendpair-Interview mit digitalen Trendsettern sowie vier vertiefende Fallanalysen mit „Change Agents“ im Jungerwachsenenalter (zwei Typus „Zeitgeistsurfer”, zwei Typus „Kontrast­akteure”)
  • Trendresearch: datenbankgestützte Trendbeobachtung der Generationendebatte in Jugendkultur und Medien (auf Basis der 2013 ins Leben gerufenen Datenbank „Tracts – Trends und Fakten“)
Der Kommentarband ist exklusiv über das Institut für Jugendkulturforschung erhältlich: