Digitales Lernen

Wenn alle senden, denkt niemand mehr nach

In einem Gastbeitrag für das Online-Magazin Digital lernen widmet sich Dr. Beate Großegger dem Thema “Online-Medien als Chance und Herausforderung für die Pädagogik” und plädiert dafür, sowohl von Seiten der Jugendforschung als auch von Seiten der Pädagogik die Co-Evolution von Technologie- und Gesellschaftstrends aufmerksam im Blick zu behalten.


 

Will man digitales Lernen konstruktiv gestalten, gilt es, die Chancen, die die Online-Kommunikation bietet, zu sehen und innovativ zu nutzen. Zugleich gilt es aber auch, von unkritischer Technologieeuphorie Abstand zu nehmen und über die Mechanismen der Co-Evolution von Technologien und Gesellschaft kritisch nachzudenken. Aus Sicht der Jugend- und Kommunikationssoziologie ist dies eine Grundvoraussetzung, um die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft auch wirklich annehmen zu können.

 

Die wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Jugendkulturforschung Dr. Beate Großegger formuliert  zwei Thesen:

  • These 1: Die Generation Web 2.0 treibt in einem Strom digitaler Echtzeitkommunikation und wird in ihrem Denken und Handeln davon mittlerweile stark geprägt. Schnelle, kleine Informationshappen liegen im Trend. Immer erreichbar und ständig connected zu sein, gilt als Leitwert. „Nein, jetzt nicht!“ sagen zu lernen, ist in diesem Szenario ein Teilaspekt von Medienkompetenz, den sich viele erst mühsam erarbeiten müssen.
  • These 2: Online-Kommunikation in Echtzeit begünstigt nicht nur spontane Gefühls- und Meinungsbekundungen, sie fragmentiert auch den Blick auf die Dinge in der Welt. Kritische Reflexion wird in diesem Szenario mehr und mehr zum raren Gut. Ein Faktum, an dem die Medien- und Kommunikationspädagogik nicht einfach vorbei sehen kann.

 

Den kompletten Kommentar können Sie

 

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